
Alle Termine dieser Kirche | Stadtpfarrkirche Hl. Bartholomäus, FriesachDie Stadtpfarrkirche entdecken: Symbole, Bilder und ihre Bedeutung
Die Stadtpfarrkirche entdecken: Symbole, Bilder und ihre Bedeutung
18:30 – 20:00
Die Historikerin und Kulturvermittlerin MMag. Carmen Heller von Wortkultur führt durch die Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus in Friesach und lädt dazu ein, ihre Architektur, Bilder und Symbole neu zu entdecken. In der mittelalterlichen Burgenstadt Friesach, einst eine der bedeutendsten Städte Kärntens, prägen zahlreiche Kirchen bis heute das Stadtbild. Die dreischiffige romanische Pfeilerbasilika mit ihrem gotisch umgestalteten Chor erzählt ihre Geschichte in Formen, Figuren und Darstellungen. Wer den Blick für Details schärft, entdeckt vieles, was im Alltag leicht übersehen wird. Vielleicht liegt gerade in diesem aufmerksamen Wahrnehmen auch ein Stück jenes Glücks, von dem das Motto der Langen Nacht spricht.
Stadtpfarrkirche Hl. Bartholomäus, Friesach römisch-katholisch
Adresse: Wiener Straße 6, 9360 Friesach Als burgenreichste Stadt Österreichs kann Friesach auf eine glanzvolle mittelalterliche Vergangenheit zurückblicken. In unmittelbarer Nähe wurden seit altersher Eisenerz und Edelmetalle gewonnen. Schon 860 in der Schenkungsurkunde Ludwigs des Deutschen an das Erzbistum Salzburg als "Frisah" genannt, entwickelte sich dieser Hof nach wechselvoller Geschichte gemeinsam mit dem Gurker Markt zur zweitgrößten Stadt des Erzstiftes Salzburg. Das "feste Schloss am Petersberg" widerstand den Kämpfen im Investiturstreit und wurde von Erzbischof Konrad großzügig und noch wehrhafter ausgebaut. Die Blütezeit der Stadt war die Regierungszeit des Erzbischofs Eberhard II mit den Kirchengründungen und Ordensniederlassungen zwischen 1200 und 1246 und bereits 1215 wird Friesach urkundlich als "civitas" (Stadt) erwähnt. Ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts war die Glanzzeit der Stadt aufgrund politischer Auseinandersetzungen, Belagerungen und der ungarischen Besetzung vorbei. Durch mehrere verheerende Brände verlor Friesach auch immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung. 1805 wird Friesach habsburgisch und damit dem nahezu tausendjährigen Einfluß Salzburgs entzogen.
