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Klänge aus dem Sonnengarten im Salvatorsaal – Mansur Bildik
21:30 – 22:30

Mansur Bildik und seine Studenten musizieren geistliche und weltliche Stücke aus der reichen Tradition der Volksmusik Anatoliens.

Besondere Merkmale dieser Musiktradition sind das Mikrotonalsystem und die häufige Verwendung von asymmetrischen (ungeraden) Rhythmen. Was am Anfang etwas ungewohnt klingen kann, entfaltet schnell seinen eigenen Reiz und spricht etwas andere Seiten der Seele an, als westliche Ohren das von ihrer gewohnten Musik kennen.

Mansur Bildik ist ein Saz-Künstler, Komponist und Autor aus Anatolien. Als Musiker hatte er beim Türkischen Rundfunk TRT und im Rahmen von vielen Auslands-Tourneen die Gelegenheit, sowohl in der Türkei als auch auf europäischen Bühnen mit einigen der größten KünstlerInnen aus der ganzen Türkei zusammenzuarbeiten.
Seit 1980 lebt Mansur Bildik in Wien, wo er sein Leben als Musiker und Musiklehrer der Förderung der Bekanntheit des Instruments Saz/Bağlama (und seiner reichen Kultur) im Zentrum Europas widmet. Die Saz/Bağlama ist das zentrale Instrument der anatolischen Musik und an sich vom Nahen Osten bis zum Balkan unter verschiedenen Namen verbreitet.
Um seinen Bemühungen einen Rahmen zu geben, gründete Bildik 1993 zusammen mit türkischen und österreichischen KünstlerInnen, AkademikerInnen und MusikliebhaberInnen den Saz/Bağlama-Verein Wien. 2008 wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien verliehen, in Würdigung seiner erfolgreichen Tätigkeit auf den Gebieten der Musik, Integration, des Kulturaustauschs und der Völkerverständigung. Er hat SchülerInnen aus der ganzen Welt, von Amerika bis Japan.

Nikolaus Grill hat bei Mansur Bildik Saz/Bağlama studiert, ist Musiker und Musikwissenschaftler und lebt in der Türkei. Dort Studium der Musikwissenschaft und Kompositionslehre an der İTÜ (Technische Universität Istanbul), wo er 2025 die Doktorwürde erlangt hat. Mitbegründer der Ethno-Jazz-Gruppe KAPİKO, die bisher zwei Alben veröffentlicht hat.

Martin Diamant lebt in Wien und ist in einem technischen Beruf tätig. Er lernt Saz/Bağlama bei Mansur Bildik und hat in diesem Rahmen die Möglichkeit, Auftrittserfahrung zu sammeln.



Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariahilf, Wien römisch-katholisch



Website: https://www.pfarrverbandmariahilf.at

Adresse: Barnabitengasse 14, 1060 Wien
Anfahrt: U3 Station Neubaugasse, 13A, 14A

Die Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ entstand 1656 zunächst als Friedhofskirche für den Friedhof der Michaelerkirche. 1660 stiftete der Barnabit Don Cölestin Joanelli das bekannte Gnadenbild Mariahilf. Am 19. April 1660 wurde von Fürstbischof Graf Philipp Friedrich von Breuner die hölzerne Friedhofskapelle mit dem Gnadenbild, einer Kopie des Lukas Cranach Originals (im Innsbrucker Dom) geweiht. Da das Gnadenbild viele Wallfahrer anzog, errichteten die Barnabiten in den Jahren 1668/1669 stattdessen eine steinerne Kapelle und ein Wohngebäude für Ordenspriester. Beide Gebäude wurden bei der zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 zerstört. Das Gnadenbild konnte jedoch rechtzeitig vom Mesner innerhalb der Wiener Stadtmauer nach St. Michael in Sicherheit gebracht werden. Die Kirche wurde von 1686 bis 1689 von Sebastian Carlone dem Jüngeren und dem Steinmetz Ambrosius Ferrethi neu errichtet und am 14. August 1689 unter Bischof Leopold Karl von Kollonitsch mit dem zurückgebrachten Gnadenbild geweiht. Ab 1711 erfolgte der Umbau der Kirche in ihre heutige Gestalt durch Baumeister Franziskus Jänckl: 1714 wurden die Chorpartien umgebaut und das Langhaus errichtet, 1715 waren die Türme der Westfassade – zur heutigen Mariahilfer Straße gerichtet – im Rohbau fertig, zwischen 1721 und 1726 wurden die Türme mit Kupfer gedeckt und die Westfassade mit Statuen und Reliefs geschmückt. Ein neuer Hochaltar wurde von Sebastian Haupt entworfen, von dem Salzburger Steinmetz Jakob Mösel erbaut und 1758 geweiht. In den Jahren 1890–1893 wurde die Kirche restauriert. 1894 erhielt sie eine zweimanualige Kauffmann- neue Orgel. Auf dem Kirchenplatz das Denkmal für Joseph Haydn ( 1732 – 1809 ). In der Krypta der Kirche befindet sich seit dem Winter 1986/87 Die Gruft – ein seit 1996 von der Caritas betreutes Tageszentrum für Obdachlose.