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Helga Jarboui betet mit der Gemeinde den Rosenkranz
18:00 – 18:30

Das Rosenkranzgebet entstand im Mittelalter als eine Form des meditativen Gebets für Menschen, die keinen Zugang zu den lateinischen Psalmen hatten. Mönche und Nonnen beteten traditionell die 150 Psalmen, während Laien stattdessen 150‑mal das Ave Maria wiederholten – daraus entwickelte sich allmählich der Rosenkranz. Im 12. und 13. Jahrhundert nahm die Gebetsform klarere Strukturen an.

Das Rosenkranzgebet entstand im Mittelalter als eine Form des meditativen Gebets für Menschen, die keinen Zugang zu den lateinischen Psalmen hatten. Mönche und Nonnen beteten traditionell die 150 Psalmen, während Laien stattdessen 150‑mal das Ave Maria wiederholten – daraus entwickelte sich allmählich der Rosenkranz. Im 12. und 13. Jahrhundert nahm die Gebetsform klarere Strukturen an, besonders durch die Zisterzienser und später durch die Dominikaner, denen die Verbreitung des Rosenkranzes zugeschrieben wird. Im 15. Jahrhundert ordnete der Kartäuser Heinrich von Kalkar die heute typische Abfolge von Vaterunser, Ave Maria und Betrachtungsgeheimnissen. Der Rosenkranz wurde schließlich zu einem der wichtigsten Volksgebete der katholischen Kirche und diente über Jahrhunderte hinweg als leicht zugängliche, rhythmische Meditation über das Leben Jesu und Marias.



Termin-Website: Mariahilfer Kirche

Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariahilf, Wien römisch-katholisch



Website: https://www.pfarrverbandmariahilf.at

Adresse: Barnabitengasse 14, 1060 Wien
Anfahrt: U3 Station Neubaugasse, 13A, 14A

Die Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ entstand 1656 zunächst als Friedhofskirche für den Friedhof der Michaelerkirche. 1660 stiftete der Barnabit Don Cölestin Joanelli das bekannte Gnadenbild Mariahilf. Am 19. April 1660 wurde von Fürstbischof Graf Philipp Friedrich von Breuner die hölzerne Friedhofskapelle mit dem Gnadenbild, einer Kopie des Lukas Cranach Originals (im Innsbrucker Dom) geweiht. Da das Gnadenbild viele Wallfahrer anzog, errichteten die Barnabiten in den Jahren 1668/1669 stattdessen eine steinerne Kapelle und ein Wohngebäude für Ordenspriester. Beide Gebäude wurden bei der zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 zerstört. Das Gnadenbild konnte jedoch rechtzeitig vom Mesner innerhalb der Wiener Stadtmauer nach St. Michael in Sicherheit gebracht werden. Die Kirche wurde von 1686 bis 1689 von Sebastian Carlone dem Jüngeren und dem Steinmetz Ambrosius Ferrethi neu errichtet und am 14. August 1689 unter Bischof Leopold Karl von Kollonitsch mit dem zurückgebrachten Gnadenbild geweiht. Ab 1711 erfolgte der Umbau der Kirche in ihre heutige Gestalt durch Baumeister Franziskus Jänckl: 1714 wurden die Chorpartien umgebaut und das Langhaus errichtet, 1715 waren die Türme der Westfassade – zur heutigen Mariahilfer Straße gerichtet – im Rohbau fertig, zwischen 1721 und 1726 wurden die Türme mit Kupfer gedeckt und die Westfassade mit Statuen und Reliefs geschmückt. Ein neuer Hochaltar wurde von Sebastian Haupt entworfen, von dem Salzburger Steinmetz Jakob Mösel erbaut und 1758 geweiht. In den Jahren 1890–1893 wurde die Kirche restauriert. 1894 erhielt sie eine zweimanualige Kauffmann- neue Orgel. Auf dem Kirchenplatz das Denkmal für Joseph Haydn ( 1732 – 1809 ) In der Krypta der Kirche befindet sich seit dem Winter 1986/87 Die Gruft – ein seit 1996 von der Caritas betreutes Tageszentrum für Obdachlose.