Maria Langegg - Kirche, Deckenfresko  © Bwag/CC-BY-SA-4.0
Maria Langegg, Aggsbach-Dorf

Maria im Herzen der Dreifaltigkeit
19:30 – 21:00

Maria Langegg, Aggsbach-Dorf roem.-kath.



Website: www.maria-langegg.at/pfarre

Adresse: Maria Langegg 1, 3642 Aggsbach-Dorf
Anfahrt: Anreise mit dem PKW: - von St. Pölten aus auf der Bundesstraße 299 - 21 km - von Krems über Mautern, 17 km - von Melk über Aggsbach-Dorf, 15 km

Um 1600 gehörte die salzburgisch-erzbischöfliche Herrschaft Arnsdorf zu den wenigen katholischen "Inseln" in einer protestantisch gesinnten Gegend. Ihr Verwalter Matthäus Häring amtierte im stattlichen Langeggerhof. Als seine Tochter 1604 schwer erkrankte, gelobte er vor einem Marienbild, eine Kapelle zu bauen, wenn sein Kind genesen sollte. Im folgenden Jahr löste er sein Gelöbnis ein und stellte das Marienbild zur öffentlichen Verehrung auf. Es wurde bald häufig von Wallfahrern besucht. Die Habsburger, Stifte und loyale Adelige förderten die Wallfahrt und holten 1645 die Serviten nach Langegg, die die Klosteranlage errichteten. Im 17. Jh. wurde "Maria, Heil der Kranken" zu einer der bedeutendsten Pestwallfahrten des Landes. Auch im 18. Jahrhundert florierte die Wallfahrt. Als Höhepunkt gilt das Jahr 1739 mit 39.000 Wallfahrern. Die Kirche von Maria Langegg ist der kunsthistorisch bedeutsamste Bestandteil des Ensembles Maria Langegg. Die Kirche wurde nach der Abtragung der ersten Kirche ab 1765 neu errichtet und war 1773 fertig gestellt. Dass nahezu die gesamte Ausstattung illusionistisch mit hoher Qualität gemalt ist, war damals aus Sparsamkeit notwendig, zeugt aber von großem Können des Malers Josef Adam Mölk. 1782 errichtete der Wiener Orgelmacher Stefan Helmich die Rokoko-Orgel von Maria Langegg. Von der alten Kirche steht heute noch das Presbyterium, es ist die sogenannte "Ursprungskapelle". Im Zuge der josephinischen Pfarrregulierung wurde Maria Langegg im Jahre 1783 selbständige Ordenspfarre, wobei die Klosterkirche zur Pfarrkirche erhoben wurde. Das Patrozinium wird am Fest "Mariä Geburt", dem 08. September, gefeiert. Das angegliederte Wallfahrtsmuseum zeigt in Urkunden und Votivbildern des 17. bis 20. Jhs. die vielfältige Tradition der Wallfahrt von Pfarren, Gemeinden und privaten Hilfesuchenden, von der Pestbedrohung bis hin zu Naturkatastrophen und persönlichen Schicksalen. Im Oratorium kann man einen Blick in die prachtvolle freskengeschmückte Kirche machen. Die Bibliothek wurde gemeinsam mit dem Südtrakt 1733 fertig gestellt. Die Bücherschränke besitzen reich geschnitzte und vergoldete Rahmenaufsätze. Die Aufsatzbilder zeigen die vier Evangelisten sowie die lateinischen und griechischen Kirchenväter. Sie wurden von Martin Johann Schmidt, genannt der "Kremser Schmidt" bzw. seiner Werkstatt geschaffen.

Niederösterreich
Das gesamte Programm
dieser Kirche

19:30–21:00 Maria im Herzen der Dreifaltigkeit