Kathrin Muttenthaler, Umweltreferentin der Erzdiözese Salzburg

Ein herzliches Grüß Gott!

 

Die Begrenztheit unseres Planeten und die derzeitige Pandemie zwingen uns immer mehr zu einer Auseinandersetzung darüber, wie gutes Leben für alle in Frieden nachhaltig und gerecht möglich ist. Wenn wir an eine Welt von morgen denken, sollten wir uns bewusst sein, dass es in natürlichen Systemen kein grenzenloses Wachstum gibt.
„Er hat Klein und Groß erschaffen – und trägt gleiche Sorge für alle“ (Weish 6,7). In der christlichen Tradition bildet die Menschheit eine „Schöpfungsgemeinschaft“ mit ihrer Mitwelt und verdankt sich dem gleichen Ursprung. Daraus ergibt sich auch ein spiritueller Grundauftrag – die Anerkennung des Eigenwertes der Natur – unabhängig von dessen „Nutzen“ für uns Menschen.
Dass es der Schöpfung nicht gut geht, wissen wir schon länger. Ein kleines Virus hat vieles noch schwieriger und vor allem – anders – gemacht.
Ich bin davon überzeugt, dass Krisen nur durch ein gutes Miteinander bewältigt werden können. Die Herausforderungen, die wir derzeit als menschliche Gemeinschaften zu meistern haben, machen uns die Abhängigkeit von Innen und Außen auf globaler Ebene einmal mehr deutlich.
Vieles wird man „neu“ denken müssen, um die Welt um uns herum langfristig lebensfreundlich zu gestalten.
Für mich ist die Schöpfung der ursprüngliche Segen und ein Geschenk. Sie „hat mit einem Plan der Liebe Gottes zu tun, wo jedes Geschöpf einen Wert und eine Bedeutung besitzt“, wie Papst Franziskus 2015 in seiner Enzyklika Laudato si schreibt. Gott hat uns Menschen die Erde – diesen Garten – anvertraut.
Dieses Geschenk ist kein einmaliger und abgeschlossener Vorgang. Die Schöpfung ist in vielerlei Hinsicht das, was unsere Art hier auf Erden täglich daraus macht! Wir sind eingeladen, mit Gott gemeinsam an der Weiterentwicklung dieses „gemeinsamen Hauses“, wie Papst Franziskus die Erde nennt, mitzuarbeiten und ihre Zukunft aktiv zu gestalten und zu bewahren.

Die Lange Nacht der Kirchen 2021 möchte sich heuer mit Achtung Welt besonders dem Schwerpunkt Schöpfungsverantwortung widmen und dieses Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. „Du sendest Finsternis und es wird Nacht; dann regen sich alle Tiere des Waldes“ (Ps 104,2) – hoffentlich noch für viele Generationen!

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Kathrin Muttenthaler, Umweltreferentin der Erzdiözese Salzburg
Ein herzliches Grüß Gott!   Die Begrenztheit unseres Planeten und die derzeitige Pandemie zwingen uns immer mehr zu einer Auseinandersetzung darüber, wie gutes Leben für alle in Frieden nachhaltig und gerecht möglich ist. Wenn wir an eine Welt von morgen denken, sollten wir uns bewusst sein, dass es in natürlichen Systemen kein grenzenloses Wachstum gibt. „Er hat Klein und Groß erschaffen – und trägt gleiche Sorge für alle“ (Weish 6,7). In der christlichen Tradition bildet die Menschheit eine „Schöpfungsgemeinschaft“ mit ihrer Mitwelt und verdankt sich dem gleichen Ursprung. Daraus ergibt sich auch ein spiritueller Grundauftrag – die Anerkennung des Eigenwertes der Natur – unabhängig von dessen „Nutzen“ für uns Menschen. Dass es der Schöpfung nicht gut geht, wissen wir schon länger. Ein kleines Virus hat vieles noch schwieriger und vor allem – anders – gemacht. Ich bin davon überzeugt, dass Krisen nur durch ein gutes Miteinander bewältigt werden können. Die Herausforderungen, die wir derzeit als menschliche Gemeinschaften zu meistern haben, machen uns die Abhängigkeit von Innen und Außen auf globaler Ebene einmal mehr deutlich. Vieles wird man „neu“ denken müssen, um die Welt um uns herum langfristig lebensfreundlich zu gestalten. Für mich ist die Schöpfung der ursprüngliche Segen und ein Geschenk. Sie „hat mit einem Plan der Liebe Gottes zu tun, wo jedes Geschöpf einen Wert und eine Bedeutung besitzt“, wie Papst Franziskus 2015 in seiner Enzyklika Laudato si schreibt. Gott hat uns Menschen die Erde – diesen Garten – anvertraut. Dieses Geschenk ist kein einmaliger und abgeschlossener Vorgang. Die Schöpfung ist in vielerlei Hinsicht das, was unsere Art hier auf Erden täglich daraus macht! Wir sind eingeladen, mit Gott gemeinsam an der Weiterentwicklung dieses „gemeinsamen Hauses“, wie Papst Franziskus die Erde nennt, mitzuarbeiten und ihre Zukunft aktiv zu gestalten und zu bewahren. Die Lange Nacht der Kirchen 2021 möchte sich heuer mit Achtung Welt besonders dem Schwerpunkt Schöpfungsverantwortung widmen und dieses Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. „Du sendest Finsternis und es wird Nacht; dann regen sich alle Tiere des Waldes“ (Ps 104,2) – hoffentlich noch für viele Generationen!