Folgen Sie am 28. Mai 2010 den Wiener Fremdenführern auf
Spaziergängen durchs nächtliche Wien. Wie alle Veranstaltungen der Langen
Nacht der Kirchen sind die angebotenen Stadtspaziergänge kostenlos. Es ist
keine Anmeldung erforderlich.
![]()
|
Die Minderen Brüder an der Stadtmauer oder warum die Augustiner keine Schuhe haben.
28. Mai 2010, 17:00- 17:45 Uhr.
Treffpunkt: Maria Schnee - Minoritenkirche, 1010, Minoritenplatz; 2a, U3
(Herrengasse)
Minoriten, Karmeliten, Dominikaner, Franziskaner, Augustiner und
Kapuziner: Die Liste der Bettelorden, die sich seit dem Mittelalter
innerhalb und außerhalb der Stadtmauern Wiens ansiedelten, ist lang. Ob als
mitreißende Prediger, wie Abraham a Santa Clara, als gelehrte Seelsorger
oder als Hüter der sterblichen Überreste der Habsburger, in der
Kapuzinergruft, waren und sind die armen Brüder und ihre Kirchen bei den
Wienern beliebt.
Die Mintoritenkirche Maria Schnee, wo einst die "welschen Brüder" lebten,
beherbergt heute die italienische Nationalkirche und ist Ausgangspunkt der
Führung.
![]()
|
Maria, die Himmelspförtnerin: Unsere liebe Frau, Ferdinand III. und die Schweden vor Wien.
28. Mai 2010, 19:15-20:00 Uhr.
Treffpunkt: Unsere Liebe Frau zu den Schotten, 1010, Freyung 6;
U3 (Herreng.), U2, 1, 2, 37, 38, 40, 41, 43, 44, D (Schottentor),
1A, 2A
Seit frühester Zeit als Muttergottes verehrt, stellte barocke Frömmigkeit
das ganze Land unter den Schutz der unbefleckten Jungfrau Maria, der
Himmelskönigin, der Siegerin in allen Schlachten des Hauses Habsburg, und
erhoffte Rettung vor den vier großen Übeln der Menschheit: Krieg, Not, Pest
und Ketzerei.
Beim ältesten Gnadenbild Wiens in der Romanischen Kapelle der
Schottenkirche beginnt diese Reise in die barocke Lebens- und Glaubenswelt
unserer Stadt.
![]()
|
Abendland und Orient: Kardinal Franz König, der Zahnwehherrgott und die Griechen in Wien
28. Mai 2010, 20:30 - 21:15 Uhr, Dom St. Stephan, Chor außen, gegenüber Stephansplatz 4; U1, U3, 1A, 2A, 3A (Stephansplatz)
Die besondere Beziehung Wiens zur Ostkirche begann zur Zeit der
Kreuzzüge: der Bebenbergerherzog Heinrich II. Jasomirgott heiratete 1148 die
griechische Prinzessin Theodora nach byzantinischem Ritus in der Hagia
Sophia.
Das Wiener Griechenviertel zeugt von der Bedeutung des Levantehandels in
der Monarchie, klangvolle Namen wie Dumba, Karajan oder Sina erinnern an
Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte.
Kardinal König vertiefte in den 60er Jahren den Kontakt mit den Orthodoxen
und wurde zum bedeutenden Wegbereiter der Ökumene. Die Suche nach dem
Verbindenden in der Vielfalt der orthodoxen und orientalischen Kirchen Wiens
führt uns vom Stephansdom zu den griechischen Kirchen am Fleischmarkt.
(red)