Statements - Wien
Erzbischof Dr. Arsenios Kardamakis
© Kathbild.at/Rupprecht

Metropolit von Austria und Exarch von Ungarn

Mit Dankbarkeit Gott gegenüber, und großer Freude habe ich meine Aufgabe als neuer Metropolit von Austria und Exarch von Ungarn übernommen. Ich habe ein reichhaltiges und ökumenisch sehr entwickeltes Erbe von meinem Vorgänger Dr. Michael Staikos angetreten, das einerseits meinen Weg erleichtert, andererseits aber auch mich für meine weiteren Perspektiven verpflichtet. Das gute ökumenische Klima in Österreich habe ich bereits vielfach erfahren. So empfinde ich auch die bereits sehr gute ökumenische Tradition der "langen Nacht der Kirchen" als einen sehr guten Anlass, den Menschen in aller Offenheit und Bereitschaft ein gemeinsames christliches Zeugnis anzubieten. Damit können wir den tausenden interessierten Menschen zeigen, dass es sich auch in unserer krisengeschüttelten Zeit lohnt, Christ zu sein. Denn das Christentum stellt nicht nur ein theoretisches System  oder eine Ideologie dar, sondern es hat eine existentielle Bedeutung. Das Christentum weist zwar auf den Weg zu Gott hin, hat aber mit dem konkreten Leben und mit den konkreten Problemen der Menschen auch sehr viel zu tun. Das Christentum ist Leben; die Botschaft des Evangeliums ist ein Wegweiser zum richtigen und würdigen Leben. Wir öffnen unsere Kirchen, aber wir öffnen auch unsere Herzen und unsere Ohren, damit wir die suchenden Stimmen der Menschen hören und wahrnehmen. Die Menschen erwarten von uns Hilfe und Beistand und sie dürfen nicht enttäuscht werden. Wenn es uns gelingt, den Menschen von heute in überzeugender und glaubwürdiger Weise zu zeigen, warum auch heute das Christsein einen Sinn hat, dann haben wir einen sehr wichtigen Beitrag geleistet. Dies hoffe und wünsche ich im Namen aller Orthodoxen, aber auch in ökumenischer Verbundenheit und in gemeinsamer Verantwortung bei der "Langen Nacht der Kirchen".

(red)



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