| Dr. Alois Kothgasser |
Erzbischof von Salzburg |
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Liebe Besucher der „Langen Nacht der Kirchen“! Liebe nächtliche Pilgerinnen und Pilger! Ich bin sehr dankbar, dass die Initiative „Lange Nacht der Kirchen“ der christlichen Kirchen und Gemeinschaften in unserem Lande jedes Jahr noch mehr Besucher anzieht. Unsere Kirchen sind Orte der besonderen Gegenwart Gottes und damit bieten sie Raum für geistlich-spirituelle Erfahrungen, die unserem Leben ein Fundament, aber auch Orientierung und Wegweisung geben können. Gerade die abendlich-nächtliche Stunde lädt ein, innezuhalten, auszubrechen aus dem Lärm des Alltags, hinzuhören auf das, was oftmals mit leiser Stimme in unserem Inneren spricht. Denn schon vom Propheten Elija wissen wir, dass Gott nicht im heftigen Sturm, nicht im Beben, nicht im Feuer kommt, sondern in einem sanften, leisen Säuseln (vgl. 1 Kön 19,11f). In diesem Jahr steht diese Veranstaltung unter dem Thema „Weder bei Tag noch bei Nacht dürfen sie schweigen“ (Jes 62,6). Dieses Wort des Propheten Jesaja scheint mir in den Worten des Apostels Petrus seine Entsprechung zu finden, wenn er vor dem Hohen Rat bekennt: „Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg 4,20). Möge diese „Lange Nacht der Kirchen“ vielen Besuchern eine Ahnung schenken von dem, was die Apostel in und durch Jesus erfahren durften: das Heil ist ihnen erschienen, die Rettung der Welt. Möge diese Erfahrung auch uns zuteil werden, damit sich unser Leben öffnen kann zum Nächsten in unserem Reden und Handeln. In diesem Sinne wünsche ich allen Besuchern eine erfüllte „Lange Nacht der Kirchen“. Es grüßt Sie herzlich Ihr Dr. Alois Kothgasser Erzbischof |
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Erzbischof von Salzburg