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Blau, Rot, Grün und Violett - der Linzer Mariendom zeigte sich bei der
Langen Nacht der Kirchen in allen Farben, begleitet von Orgelmusik Bachs
gespielt von Wolfgang Kreuzhuber, dem jungen Vokalensemble LaLá und dem
Vokalakrobatiker Ali Andress. Musik und Licht, Stille und Performance,
Traditionelles und Modernes, Gebet und Diskusssion - in der langen Nacht der
Kirchen in OÖ präsentierten sich die christlichen Kirchen in 130
Gotteshäusern mit 450 Veranstaltungen und 70.000 BesucherInnen.
Die Musik erstreckte sich von Klassik über jiddische Musik in Steyr bis hin
zur Stille in der Kapelle im BG Werndlpark: "Nur die Stille öffnet das Ohr
für den inneren Ton in allen Dingen", wird der Theologe Romano Guardini
zitiert.
"Silent water" und Skurilles aus der Bibel gestalten die Sturzgrabler und
Pfarrgemeinderatsobmann Konrad Rumetshofer in der Pfarrkirche Weyer.
"Wir setzen die Kirche ins Licht" hieß es in der alten gotischen Kirche St.
Ägyd aus dem Jahr 1189 in Thalheim bei Wels.
Planeten-Sphärenmusik-Himmelsharmonie: Auf den Spuren von Pythagoras und
Kepler wurden Töne, Klänge, Farben und Formen in der Kalvarienbergkirche in
Bad Ischl hörbar und sichtbar gemacht.
Eine faire Pausenverpflegung wurde in Wels Treffpunkt Mensch&Arbeit
angeboten, in der Burg Altpernstein gab es eine Labstation mit
entwicklungspolitischem Hintergrund. Der Caritsdirektor von Mostar, Don Ante
Komadina war in Linz St. Matthias zu Gast. Diskutiert wurde über
Web 2.0 auf einer Twitterwall bis hin zum interreligiösen
Dialog.
Alte Kräuterbücher wurden präsentiert, aber ebenso die Kunst der
Kalligraphie mit Bibelsprüchen gelernt.
Im Laufe der Nacht standen viele BesucherInnen bei einer Labstation
gemütlich beisammen. Der 1. Linzer Klostermarkt begeisterte viele
BesucherInnen mit Käse aus Schlierbach, Brot aus St. Florian, Kräuter der
Marienschwestern und Getränke aus Schlägl und kann noch bis Sonntag
30.Mai am Linzer Domplatz besucht werden.
Religiosität, Kultur und Menschlichkeit
"Menschen ganz unterschiedlichen Interesses kommen in dieser Nacht zu Besuch
in die Kirchen und erleben, was dort an Religiosität, Kultur und
Menschlichkeit gelebt und ausgedrückt wird ,"sagte Dompfarrer Maximilian
Strasser beim Eröffnungsgottesdienst mit VertreterInnen aus sieben
christlichen Kirchen im Linzer Mariendom unter ihnen auch Diözesanbischof
Ludwig Schwarz. Die Vertreterin der Evengelischen Kirche HB betonte, dass in
der Langen Nacht der Kirchen die lebendige Ökumene in Oberösterreich zum
Ausdruck komme. Nach den dunklen Kapiteln in der Geschichte stehe nun
Wertschätzung des Anderen und Respekt gegenüber der Vielfalt der
christlichen Kirchen im Vordergrund.
In Oberösterreich sind an der Langen Nacht der Kirchen folgende Orte
beteiligt:
Linz, Wels, Steyr, Andorf, Attnang-Puchheim, Bad Ischl, Bad Goisern,
Braunau, Micheldorf (Burg Altpernstein), Großraming, Gunskirchen,
Hartkirchen, Haslach, Kremsmünster, Marchtrenk, Moosdorf, Mondsee, Ried im
Innkreis, Schwanenstadt, St. Florian, Steyregg, Thalheim, Traun-St.Martin,
Vöcklabruck und Weyer.
Mit den Kirchen der Ökumene in Oberösterreich:
Altkatholische Kirche, Baptistengemeinde Linz, Evangelische Kirche AB und
HB, Evangelisch-methodistische Kirche, Koptisch-orthodoxe,
Römisch-katholische, Rumänisch-orthodoxe und Serbisch-orthodoxe Kirche.
(red)
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