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Die teilnehmenden Kirchen: Von A wie "Altkatholisch" bis U wie "Unierte Kirchen"
Die im Folgenden beschriebenen Kirchen sind jene, die im »Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich« vertreten sind und sich an der »Langen Nacht der Kirchen« beteiligen. In alphabetischer Reihenfolge...

Altkatholische Kirche

Sie steht in voller Gemeinschaft mit der anglikanischen Kirche und zählt in Österreich an die 20.000 Mitglieder.
Zum Programm der Altkatholischen Kirche

Anglikanische Kirche

Durch die Gründung einer Anglikanischen Gemeinde im 19. Jahrhundert als »Botschaftskirche« hat auch diese Kirche in Wien Fuß gefasst. Sie gehört zur »Diocese in Europe« und dient vor allem der Englisch sprechenden Bevölkerung in Wien und Umgebung, alle Gottesdienste werden in englischer Sprache gehalten.

Die Anglikanische Kirche vereint in ihrer Tradition evangelische und römisch-katholische Glaubenselemente miteinander und steht in ihrer Gottesdienstform der Katholischen Kirche sehr nahe.
Zum Programm der Anglikanischen Kirche

Evangelisch-lutherische Kirche (A.B.) - Evangelisch-reformierte Kirche (H.B.)

»Evangelische Kirche« ist die gemeinsame Bezeichnung der beiden konfessionellen Kirchen, die als Landeskirchen organisiert sind mit dem Bischof/der Bischöfin (lutherische Kirche) bzw. mit dem Landessuperintendenten/der Landessuperintendentin (reformierte Kirche) an der Spitze. Glaubensgrundlage ist ihnen »allein Christus und die Bibel« – die durch Martin Luther auch ins Deutsche übersetzt wurde – bei gleichzeitiger Relativierung des kirchlichen Amtes und der Tradition. Im Zentrum des Gottesdienstes stehen Schriftlesung und Predigt. Im 16. Jahrhundert erfasste die Reformation auch einen Großteil Österreichs, wurde aber durch die Gegenreformation wieder zurückgedrängt.

A.B. steht für Augsburger Bekenntnis und bezeichnet das von Martin Luther geprägte Glaubensverständnis, H.B. steht für Helvetisches Bekenntnis, vorwiegend geprägt durch die Schweizer Reformatoren Calvin und Zwingli. Gemeinsam bilden sie die Kirchen A. und H.B. und nehmen verschiedene Aufgaben gemeinsam wahr. Heute gehören ca. 320.000 Menschen der Kirche A.B. und ca. 10.000 Menschen der Kirche H.B. an.
Zum Programm der Evangelischen Kirche A.B.
Zum Programm der Evangelischen Kirche H.B.
Gemeinsames Programm Evangelische Kirche A.B. und H.B.

Evangelisch-methodistische Kirche

Die Evangelisch-methodistische Kirche wurde im 18. Jahrhundert durch den anglikanischen Pfarrer John Wesley gegründet. Sie ist eine weltweite christliche Kirche in der Tradition der Reformation und hat Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft mit den evangelischen Kirchen A.B. und H.B. In Österreich gehören ihr rund 1.500 Mitglieder an.
Zum Programm der Evangelisch-methodistischen Kirche

Orientalisch-Orthodoxe Kirchen

Bei der »Langen Nacht der Kirchen« beteiligen sich die Koptisch-orthodoxe Kirche, Armenisch-apostolische Kirche und die Syrisch-orthodoxe Kirche.

Orthodoxe Kirche

Die Orthodoxie mit ihren 15 selbständigen (autokephalen bzw. autonomen) Landeskirchen versteht sich als »die eine Kirche Jesu Christi.« Jede dieser Kirchen hat ihr eigenes, selbstgewähltes und eingesetztes Oberhaupt. Den Vorrang als »primus inter pares« hat der Patriarch von Konstantinopel, der auch als »Ökumenischer Patriarch« bezeichnet wird.

Besonders ausgeprägt ist in der Orthodoxie die Bilderverehrung. Die »Ikonen« sind das auffälligste Merkmal beim Betreten eines orthodoxen Kirchenraums. Die Gläubigen begegnen in der Ikone den Abgebildeten, d.h. die Verehrung gilt dem jeweils Dargestellten (Christus, Maria, Apostel, Heilige). Besondere Verehrung gebührt der Gottesmutter Maria. Dies kommt auch in der Liturgie durch die feierlichen Gesänge, durch Kerzen und Weihrauch zum Ausdruck.

In Wien sind Gemeinden der Griechen, Russen, Serben, Rumänen und Bulgaren offiziell vertreten und Mitglieder im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich. Die Zahl der Gläubigen in Österreich beträgt ca. 400.000. Bei der Langen Nacht der Kirchen beteiligen sich die Griechisch-, Russisch-, Serbisch-, Rumänisch- und Bulgarisch-orthodoxe Kirche.

Römisch-Katholische Kirche

Die römisch-katholische Kirche mit dem Papst als Oberhaupt umfasst den zahlenmäßig größten Teil des Christentums. An der Spitze jeder Diözese – in Österreich gibt es zehn – steht der (Erz-)Bischof. In den Pfarren, den »Kirchen vor Ort«, wird der Heilsdienst Christi in der Welt (Seelsorge) im Zusammenwirken von Gläubigen und Pfarrer ausgeübt. Im Einvernehmen mit dem Pfarrer werden Entscheidungen durch den gewählten Pfarrgemeinderat getroffen.

Die Erzdiözese Wien umfasst neben dem Vikariat »Wien-Stadt« auch die Vikariate »Unter dem Wienerwald« und »Unter dem Manhartsberg«, die ihrerseits wiederum in Dekanate – bestehend aus den einzelnen Pfarren– gegliedert sind. In der Stadt Wien gibt es 167 Pfarren, für die neben dem Erzbischof ein eigener Bischofsvikar zuständig ist.
Zum Programm der Römisch-Katholischen Kirche

Unierte Kirchen

Als Unierte Kirchen bezeichnet man jene Kirchen, die den Ritus nach orthodoxer Art feiern, aber den römischen Papst als ihr Oberhaupt anerkennen.

Bei der Langen Nacht der Kirchen beteiligen sich die Ukrainisch-griechisch-katholische, Melkitisch griechisch-katholische und die Rumänisch-griechisch-katholische Kirche.
Zum Programm der Unierten Kirchen

Neue Migrationsgemeinden

Viele Christen aus dem Nahen Osten, Afrika und Indien wurden in den letzten Jahrzehnten aus wirtschaftlichen und politischen Gründen (Vertreibung, Verfolgung, Diskriminierung und Kriege) zur Emigration gezwungen. Sie haben in Österreich eine neue Heimat gefunden und hier eigene Gemeinden mit Seelsorgern aufgebaut. Die Gemeindeangehörigen aus dem arabischen Nahen Osten (chaldäischer, lateinischer, maronitischer, melkitischer, syrischer Ritus) kommen aus dem Libanon, Syrien, Palästina, Irak, Jordanien, Ägypten etc. In den indischen Gemeinden feiern Gläubige des lateinischen, syromalabarischen und syro-malankarischen Ritus den Gottesdienst.

Um die Belange der Migrationsgemeinden östlicher Prägung kümmern sich verschiedene Institutionen, darunter die Arbeitsgemeinschaft Afro-Asiatische Gemeinden (Rektorat ARGE AAG), die Stiftung PRO ORIENTE www.pro-oriente.at und die Union Orientalischer Christen www.go-christ.at

Nähere Informationen im Internet

Ökumenischer Rat der Kirchen in Österreich: www.kirchen.at bzw. www.oekumene.at

(red)



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